Gemeinde Gäufelden (Druckversion)

Sommerfreizeit (29.8.2018 Redewendungen im Museum in Waldenbuch)

Autor: Rohrßen, Inka
Artikel vom 30.08.2018

Allmählich sind die Kids Profis im S-Bahn-Fahren. Diesmal nach Echterdingen und weiter mit dem Bus nach Waldenbuch ins Museum für Alltagskultur, wo eine Sonderausstellung Redewendungen auf der Spur ist.
Der 'rote Faden' führte zu 'Hempels Sofa' und dem 'Pingel' (Topf zum Indigofärben). Ein Redewendungsgenerator spuckte Redewendungen aus anderen Ländern aus. Der Unterschied zwischen Slogan ("Offen. Aktiv. Beweglich."), Sprichwort ("Jeder ist seines Glückes Schmied") und Redewendung ("Da zieht es mir die Schuhe aus!") wurde mit Beispielen verdeutlicht und zu vielen Redewendungen gab es anschauliche Beispiele und manchmal auch die Erläuterung, wo das jeweilige Wortbild herkommt.
Nach der Vesperpause im Schloßhof reichte es noch zum Toben auf dem Spielplatz!

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'Zum Anrühren der tiefblauen Farbe, des Indigos, benutzten Färber den sogenannten Pingelpott, einen Eisentopf mit drei Kugeln ("Pingeln") darin. Diese Kugeln wurden beständig im Topf bewegt, um Klumpen aus Indigopflanzen zu zerreiben und geschmeidig zu halten.  Dabei blieb am inneren Rand des Gefäßes eine Farbschicht kleben, die der Färber von außen abklopfte, indem er mit einem Knochen gegen den Topf schlug. Dieses Klopfen um kein Körnchen der wertvollen, bis ins 19. Jahrhundert so hergestellten Farbe zu verschenken, nannten die Färber pingeln.'

 
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