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Gemeinschaftsschule: Einhäusigkeit findet allgemeine Zustimmung

Autor: Andreas Strohbach
Artikel vom 15.05.2018

Vor dem Hintergrund der schwachen Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr diskutierten am 7. Mai Eltern, Schüler, Schulleitung und Bürgermeister über die Zukunft der GMS Bondorf-Gäufelden.

Um für junge Familien attraktiv zu bleiben und eine weiterführende Schule anbieten zu können, hatten
sich die Gemeinden Gäufelden und Bondorf darauf verständigt, eine Gemeinschaftsschule zu etablieren,
die beiden Gemeinden Vorteile bringt. Um den modernisierten und erst 2004 fertig gestellten Schulanbau
in Bondorf weiterhin zu nutzen, wurden die Klassenstufen 5-7 dort installiert. Der bisherige Schulstandort
in Nebringen in der Schollerstraße (ehemalige Werkrealschule) musste aus energetischen und brandschutztechnischen Gründen erheblich saniert werden. Daher beschloss die Gemeinde, das gesamte
Schulgebäude umzubauen, um es zeitgemäß und modern zu gestalten – und dort dann die Klassenstufen
8-10 unterzubringen.

Diese sogenannte horizontale Teilung mit zwei Standorten der Sekundarstufe 1 überzeugte die Eltern
offenbar nicht, wie die geringen Anmeldezahlen fürs nächste Schuljahr belegen. Deshalb wurde darüber
diskutiert, alle sechs Klassenstufen im neuen Schulgebäude in Gäufelden-Nebringen unterzubringen
(sog. Einhäusigkeit). Räumlich ist dies mittelfristig möglich.

Der Vorschlag zur Einhäusigkeit wurde von Eltern, Schülern und Schulleitung allgemein begrüßt. Viele
Argumente sprechen dafür:
Unterrichtsangebot und Veranstaltungen sind an einem Schulort einfacher zu organisieren,
das Lehrerkollegium muss nicht ständig zwischen zwei Standorten hin- und herpendeln,
jüngere Schüler können sich an älteren orientieren, womit die Sozialkompetenz untereinander gestärkt
wird, eine Schulgemeinschaft lebt auf, wenn alle Klassen einhäusig unter einem Dach unterrichtet werden.

Die anwesenden Eltern forderten bei der Zusammenkunft eine deutlichere Umsetzung des GMS-Konzepts.
So wurde beklagt, dass nicht genügend Coaching-Gespräche zwischen Schülern und Lehrern
stattfinden und die Lerntagebücher unzureichend geführt werden. Schulleiterin Karin Steimle-Rohde
versprach, solche Hinweise aufzugreifen und ihnen nachzugehen.

Nach Meinung der Eltern spielt der Schülertransport keine ausschlaggebende Rolle bei der Schulstandortwahl.

Die Podiumsdiskussion diente dazu, den örtlichen Entscheidungsträgern – Schulkonferenz und den
Ratsgremien – ein Feedback zu geben, wie die Entwicklung der Gemeinschaftsschule Bondorf/Gäufelden
vorangebracht werden soll. Ein abschließendes Votum der Entscheidungsträger soll im Laufe des
Juni getroffen werden. Die Genehmigung der Einhäusigkeit wäre auf der Grundlage dieser Voten vom
Regierungspräsidium Stuttgart zu treffen.