Gemeinde Gäufelden

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Kleindenkmale in Öschelbronn

Friedhofstor

Nach dem Zusammenschluss der drei ehemals selbständigen Gemeinden Nebringen, Öschelbronn und Tailfingen zu Gäufelden wurde ein zentraler Friedhof für alle Teilgemeinden aus ethischen Gesichtspunkten abgelehnt. So blieb der Öschelbronner Friedhof bestehen und wurde mehrfach erweitert. Das Tor von Lutz Ackermann mit dem zentralen Kreuz bildet den Eingang zum neu erweiterten Friedhofsteil. Da die bestehende Gedächtniskapelle zu wenig Platz bot, wurde eine neue Aussegnungshalle gebaut und am Totensonntag 1994 eingeweiht.

Bild: Kunstvolles Metalltor am Friedhofeingang in Öschelbronn
Tor von Lutz Ackermann am Friedhofeingang Öschelbronn
Luftbild mit altem Friedhof (gestrichelt) im Vordergrund um 1960, heutige Ausdehnung rot umrandet, Bestand: Horst Schäberle
Bild schwarz/weiß: Großes Tor am Friedhofseingang von Lutz Ackermann 1983. Dahinter die Streuobstwiesen der Erweiterungsfläche des Friedhofs Öschelbronn.
Großes Tor von Lutz Ackermann 1983. Dahinter die Streuobstwiesen der Erweiterungsfläche, Bestand Gemeinde Gäufelden
Bild schwarz/weiß: Kleines Tor von Lutz Ackermann 1983 an der Südseite der Friedhofsmauer Öschelbronn
Kleines Tor von Lutz Ackermann 1983 an der Südseite der Mauer, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild: Die Friedhofserweiterung Öschelbronn im Jahr 2003; im Hintergrund grüne Felder
Die Friedhofserweiterung im Jahr 2003 fotografiert, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild: Broschüre zur Einweihung, Teil 1
Broschüre zur Einweihung, Teil 1
Bild: Broschüre zur Einweihung, Teil 2
Broschüre zur Einweihung, Teil 2
Bild: Broschüre zur Einweihung, Teil 3
Broschüre zur Einweihung, Teil 3
Bild: Broschüre zur Einweihung, Teil 4
Broschüre zur Einweihung, Teil 4
 
 

Gedächtniskapelle

Die Kapelle wurde 1963 errichtet. Seit ihrer Einweihung befinden sich die bronzenen Ehrenmale der Gefallenen beider Weltkriege an den Seitenwänden. Später kamen eine Urnenwand (2014), eine große Metallschale und ein Fenster von Lutz Ackermann (2015) dazu. Der Friedhof wurde 1846 dort angelegt, „wo der Altinger Steig vom Weg nach Nebringen abzweigt“ (Kirchengeschichte von Öschelbronn 1986). Der bisherige ummauerte Friedhof um die evangelische Kirche wurde 1846 aufgelöst.

Bild: Gedächtniskapelle auf dem Friedhof Öschelbronn
Gedächtniskapelle auf dem Friedhof Öschelbronn
Bild: Gedächtniskapelle auf dem Friedhof Öschelbronn vor dem Umbau
Gedächtniskapelle auf dem Friedhof Öschelbronn vor dem Umbau
Bild: Gedächtniskapelle im Jahr 2009
Gedächtniskapelle im Jahr 2009, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild: Lageplan des alten Friedhofs 1962 (blau) mit Kapelle und Erweiterungen (rot markiert)
Lageplan des alten Friedhofs 1962 (blau) mit Kapelle und Erweiterungen (rot markiert), Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild: Grundriss der Kapelle von 1962
Grundriss der Kapelle von 1962, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild: Längsschnitt der Kapelle von 1962
Längsschnitt der Kapelle von 1962, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild: Kapelle mit Urnenwand, Schale und Fenster von Lutz Ackermann 2016
Kapelle mit Urnenwand, Schale und Fenster von Lutz Ackermann 2016, Bestand: Gemeinde Gäufelden
 

Pumpbrunnen im Pfarrgarten

Der Garten mit Brunnen befindet sich an der Stelle der 1869 abgebrannten Zehntscheuer. Zusammen mit der Kirche (1534 zur Predigtkirche umgebaut), dem Pfarrhaus (erbaut 1756 an Stelle eines bereits 1560 erwähnten Pfarrhauses), der Pfarrscheuer und dem Waschhaus aus dem 19. Jahrhundert bildet er ein nur noch selten anzutreffendes, typisch altwürttembergisches Ensemble. Vervollständigt wird das Ensemble durch die ehemalige Schule (erbaut um 1770) und das Mesnerhaus.

Bild: Historischer Pumpbrunnen
Historischer Pumpbrunnen
Bild schwarz/weiß: Luftbild des Pfarrhofes in Öschelbronn um 1960
Luftbild des Pfarrhofes um 1960, Bestand: Horst Schäberle

Aus dem 19. Jahrhundert ist im Bauantrag für eine neue Pfarrscheune ein Lageplan enthalten. Er zeigt die Lage der 1869 abgebrannten Zehntscheuer, der ebenfalls abgebrannten Pfarrscheuer mit Grundriss der neu zu bauenden, des Waschhäuschens und des Pfarrhauses. Damals befand sich der Pfarrgarten hinter der Zehntscheuer und wurde dann an deren Stelle erweitert. Dort wurde wohl auch der Pumpbrunnen errichtet. Die Ortschronik von Öschelbronn, die von Pfarrer Karl Haug verfasst wurde, enthält einen Bericht über den Brand.

Im Jahr 1907 brannte das südlich des Pfarrhauses stehende Gebäude ab. Der leer stehende Platz wurde dann von der Kirchenverwaltung aufgekauft und zum heutigen Pfarrgarten am Pfarrhaus umgewandelt. Dafür wurde Boden an der Nordseite der Kirche abgetragen und hier aufgeschüttet.

Grafik: Pfarrensemble Öschelbronn 1830
Pfarrensemble 1830, Grafik: Lothar Egeler
Bild: Lageplan Pfarrhof Öschelbronn
Lageplan Pfarrhof Öschelbronn, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild: Text zum Brand der ehem. Zehntscheuer Öschelbronn 1869 aus der Ortschronik Öschelbronn
Text zum Brand 1869 aus der Ortschronik Öschelbronn, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild schwarz/weiß: Pumpbrunnen im Pfarrgarten Öschelbronn noch mit Zierhaube auf dem Gehäuse
Brunnen noch mit Zierhaube auf dem Gehäuse, Bestand: Horst Schäberle
Bild schwarz/weiß: Pfarrscheune Öschelbronn 1984
Pfarrscheune 1984, Bestand: Horst Schäberle
Bild schwarz/weiß: Waschhäuschen im Pfarrgarten Öschelbronn 1984
Waschhäuschen 1984, Bestand: Horst Schäberle

Epitaphe

Sindlinger Adlige, denen die Hälfte Unteröschelbronns gehörte, und Geistliche des Dorfes wurden im 17. Jahrhundert im Chor der Kirche bestattet. Nach der Auflösung des Friedhofs an der Kirche im Jahr 1846 wurden ihre Grabinschriften (Epitaphe) 1847 an der äußeren Südseite des Gebäudes aufgestellt. Später fanden sie an der Südseite des renovierten Waschhäuschens ihren jetzigen Platz. Die bereits sehr verwitterten Inschriften werden in der Ortschronik von Öschelbronn im Wortlaut aufgeführt.

Bild: Epitaphe
Epitaphe
Zeichnung von der Wehrkirche in Öschelbronn mit den Epitaphen an der südlichen Außenwand 1925
Zeichnung der Kirche mit den Epitaphen an der
südlichen Außenwand 1925, Bestand: Horst Schäberle

Die Inschriften in den Sandsteinplatten sind zum Teil schon stark verwittert und unleserlich. Sie sind aber in der Chronik der Gemeinde Öschelbronn, die Pfarrer Karl Haug 1927 vollendet hat, im Wortlaut und mit Anmerkungen über die Verstorbenen enthalten. Der Gewerbeschulrat Karl Brezing hat sie 1934/35 für die Gemeinde abgeschrieben. Aus Anlass des Baus der neuen Kirche und des Gemeindezentrums am Rathausplatz wurde sie 1972 veröffentlicht.

Die ausgehängten Epitaphe werden in der Reihenfolge von links nach rechts beschrieben.

Text zur Epitaph
Bild: Epitaph
Text zur Epitaph
Bild: Epitaph
Text zur Epitaph
Bild: Epitaph
Text zur Epitaph
Bild: Epitaph
Text zur Epitaph
Bild: Epitaph
Text zur Epitaph
Bild: Epitaph
Text zur Epitaph
Bild: Epitaph
Text zur Epitaph
Bild: Epitaph
Bild schwarz/weiß: Konfirmation in den 1920er Jahren vor den Epitaphen an der Kirchenmauer Öschelbronn
Konfirmation in den 1920er Jahren vor den Epitaphen an der Kirchenmauer, Bestand: Horst Schäberle
 

Backhaus

Früher war es üblich, sein Brot sowie Zwiebel-, Apfel- oder Zwetschgenkuchen im Gemeindebackhaus zu backen. Gegen einen geringen Geldbetrag konnte man einen der Öfen im Backhaus für mehrere Stunden mieten. Nach dem Anheizen mit Reisig wurde die Asche entfernt. Anschließend gab man den zu Laiben geformten Brotteig in den heißen Ofen, das sogenannte “Einschießen“. Je nach Hitze war es nach etwa einer Stunde fertig gebacken. Der 2005 gegründete Verein „Backhaus-Freunde Öschelbronn“ übernahm das Backhaus und renovierte es, Einweihung war 2009.

Bild: Backhaus in Unteröschelbronn
Backhaus im ehem. Unteröschelbronn
Bild: Backfrauen mit Brot und Hefezopf vor dem Backhaus am Ostersamstag 1979: Elsbeth Weippert, geb. Maurer, mit zwei Einschießern (vorne); Maria Kienle, geb. Mayer (hinten rechts); hinten links eine französische Frau, die auf der Durchfahrt hier am Backhaus angehalten hat.
Backfrauen mit Brot und Hefezopf vor dem Backhaus am Ostersamstag 1979: Elsbeth Weippert, geb. Maurer, mit zwei Einschießern (vorne); Maria Kienle, geb. Mayer (hinten rechts); hinten links eine französische Frau, die auf der Durchfahrt hier am Backhaus angehalten hat. Bestand: Horst Schäberle
Bild schwarz/weiß: Hochzeitszug mit Backhaus Unteröschelbronn (kleines Haus in der Häuserreihe hinten) 1940er Jahre
Hochzeitszug mit Backhaus (kleines Haus in der Häuserreihe hinten) 1940er Jahre, Bestand: Horst Schäberle
Bild: Backhaus Unteröschelbronn (rot markiert) im Urkataster von 1830
Backhaus (rot markiert) im Urkataster von 1830, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild schwarz/weiß: Backhaus Unteröschelbronn in den 1970er Jahren
Backhaus in den 1970er Jahren, Bestand: Horst Schäberle
Bild: Backstube des Backhauses Unteröschelbronn nach der Renovierung 2011
In dem Bild von 2011 sind ein Teil der von den „Backhaus-Freunden Öschelbronn“ durchgeführten Arbeiten zu sehen: neuer Warmwasserboiler; neues Abluftsystem, um Rauchvergiftungen zu vermeiden; entrußte und neu gestrichene Wände. In den rund 500 geleisteten Renovierungsstunden wurden auch die beschädigte vordere Mauer saniert und die Fensterrahmen und Läden gestrichen.

Laufbrunnen am Kaffeebuckel

Hier stand schon in früheren Zeiten ein gusseiserner Pumpbrunnen. Wie alle Öschelbronner Pumpbrunnen reicht er in die Tiefe bis zu den wasserführenden Schichten des Lettenkeupers. In diesen tiefen Lettenkeuperschichten sammelt sich das Wasser und konnte mit dem Pumpenschwengel hochgepumpt werden. Heute übernimmt dies eine Elektropumpe. Damals bestand hier am Kaffeebuckel eine direkte Straßenverbindung von der Jettinger zur Mötzinger Straße.

Bild: Brunnen am Kaffeebuckel in Öschelbronn
Brunnen am Kaffeebuckel in Öschelbronn
Bild schwarz/weiß: Festumzug in der Jettinger Straße in den 1940er Jahren. Der Kaffeebuckel befindet sich an der mit einem roten Pfeil markierten Stelle
Festumzug in der Jettinger Straße in den 1940er Jahren. Der Kaffeebuckel befindet sich an der mit einem roten Pfeil markierten Stelle, Bestand: Horst Schäberle
Bild: Lageplan von 1894 mit dem Brunnen (blaues Quadrat) und der Verbindung zwischen Jettinger Straße und Mötzinger Straße
Lageplan von 1894 mit dem Brunnen (blaues Quadrat) und der Verbindung zwischen Jettinger und Mötzinger Straße, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild schwarz/weiß: Ausbau der Jettinger Straße mit Lage des Brunnens (roter Kreis) 1983
Ausbau der Jettinger Straße mit Lage des Brunnens (roter Kreis) 1983, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild: Auszug aus der Festschrift zum Volksfest Gäufelden 1982 - "Öffentliche Versorgung in Öschelbronn ab 1835"
Auszug aus der Festschrift zum Volksfest Gäufelden 1982

Brunnen auf dem Rathausplatz

Hierher wurde der Brunnen 2002 bei der Neugestaltung des Rathausplatzes versetzt. Er wird über eine Rohrleitung aus der westlich des Dorfes gelegenen Aspenquelle gespeist. Davor stand er weiter unten beim 1984-1986 gestalteten Dorfplatz mit einem hölzernen Pavillon und Ruhebänken. Der Dorfplatz befand sich an der Stelle der 1934 gebauten Molkerei der Öschelbronner Milchgenossenschaft. Nach ihrer Stilllegung 1976 wurde die Molkerei an die Gemeinde verkauft und später abgerissen.

Bild: Steinerner Brunnen auf dem Rathausplatz
Brunnen auf dem Rathausplatz
Luftbild schwarz/weiß: Ehemalige Dorfmitte um 1960 mit Altem Schulhaus links im Bild, dem 1957 erbauten Alten Rathaus (rechts unten) und Molkerei (rechts hinter der Schule)
Ehemalige Dorfmitte um 1960 mit altem Schulhaus links im Bild, dem 1957 erbauten alten Rathaus (rechts unten) und Molkerei (rechts hinter der Schule), Bestand: Horst Schäberle
Bild schwarz/weiß: Alte Schule Öschelbronn (heute Rathaus Gäufelden) mit der 1934 gebauten und 1977 abgerissenen Molkerei
Alte Schule (heute Rathaus) mit der 1934 gebauten und 1977 abgerissenen Molkerei, Bestand: Horst Schäberle
Bild: Alte Schule Öschelbronn mit dem 2000 abgerissenen Alten Rathaus
Alte Schule Öschelbronn mit dem 2000 abgerissenen Alten Rathaus Jettinger Straße 17, Bestand: Ulrich Fallscheer
Bild: Abriss des Alten Rathauses Jettinger Straße 17 in Öschelbronn im Jahr 2000
Abriss des Alten Rathauses Jettinger Straße 17 in Öschelbronn im Jahr 2000, Bestand Ulrich Fallscheer
Bild: Plan von 1984 zum früheren Dorfplatz Öschelbronn
Plan von 1984 zum früheren Dorfplatz, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild: Bau des Löschwasserbeckens 1984 unter dem früheren Dorfplatz Öschelbronn
Bau des Löschwasserbeckens 1984 unter dem früheren Dorfplatz, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild: Blick aus dem Obergeschoss des Rathaus Gäufelden auf den früheren Dorfplatz mit Pavillon (steht heute beim Supermarkt) und Brunnen 2000
Früherer Dorfplatz mit Pavillon (steht heute beim Supermarkt) und Brunnen 2000, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild: Brunnen auf dem Rathausplatz Öschelbronn nach dem Aufbau an der heutigen Stelle
Brunnen nach dem Aufbau an der heutigen Stelle, Bestand: Gemeinde Gäufelden
 

Pumpbrunnen

Der etwa 1,60 m breite Pumpbrunnen reicht bis in 8 m Tiefe zu den wasserführenden Schichten des Lettenkeupers. Er wurde 1807 zusammen mit der Schildwirtschaft „Zur Krone“ gebaut. Im Gebäudekataster von 1845 steht: “ Ein zweistöckiges Haus mit Scheune und eine Bier und Branntweinbrennereihütte hinter dem Haus“. Als Besitzer ist Christian Hiller eingetragen, der es 1847 an Johann Martin Schäberle verkaufte. Am Abzweig von der Jettinger Straße zur Mozartstraße stand noch ein öffentlicher Pumpbrunnen.

Bild: Pumpbrunnen vor der ehem. Schildwirtschaft „Zur Krone“
Pumpbrunnen vor der ehem. Schildwirtschaft „Zur Krone“
Luftbild: schwarz/weiß: Gasthaus Krone um 1960 und der öffentliche Brunnen (roter Kreis) am Straßenabzweig
Gasthaus Krone um 1960 und der öffentliche Brunnen (roter Kreis) am Straßenabzweig, Bestand: Horst Schäberle
Bild: Lageplan von 1863 mit dem öffentlichen Brunnen (blaues Quadrat) vor dem Gasthaus Krone, Öschelbronn
Lageplan von 1863 mit dem öffentlichen Brunnen (blaues Quadrat) vor dem Gasthaus Krone, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild schwarz/weiß: Der öffentliche Brunnen (links) an der Einmündung der heutigen Mozartstraße in die Jettinger Straße in Öschelbronn im Jahr 1925. Personen von links: Fritz Christein, Johanna Schäberle, Stephan Krauß, Johannes Schäberle (Kronenwirt), Luise Bühler geb. Schäberle, Christine Hörmann geb. Renz
Der öffentliche Brunnen (links) an der Einmündung der heutigen Mozartstraße in die Jettinger Straße im Jahr 1925. Personen von links: Fritz Christein, Johanna Schäberle, Stephan Krauß, Johannes Schäberle (Kronenwirt), Luise Bühler geb. Schäberle, Christine Hörmann geb. Renz, Bestand: Traugott Schäberle

Laufbrunnen

Er besteht aus einem gusseisernen Gehäuse und zwei Sandsteintrögen. Gespeist wird er über eine Rohrleitung von der Aspenquelle westlich des Dorfes. Auf diesem Platz stand das Alte Rathaus von Öschelbronn mit einem Backhaus und einer Wette (Feuerlöschteich) dahinter. Für die Verwaltung der wachsenden Gemeinde war das Gebäude zu klein geworden. Deshalb wurde 1957 in der Dorfmitte ein neues Rathaus gegenüber der Alten Schule gebaut. Das Alte Rathaus wurde 1971 abgerissen.

Bild: Laufbrunnen mit gusseisernem Gehäuse und zwei Sandsteintrögen
Laufbrunnen in Öschelbronn
Bild schwarz/weiß: Altes Rathaus von Öschelbronn, Bestand: Horst Schäberle
Altes Rathaus von Öschelbronn, Bestand: Horst Schäberle

Das hier stehende alte Rathaus im ehemaligen Oberöschelbronn wurde am 9. Oktober 1957 geschlossen. Es war das erste gemeinsame Rathaus der 1824 zusammengeschlossenen selbständigen Gemeinden Ober- und Unteröschelbronn. Da die Kirche sehr weit vom Oberdorf entfernt in Unteröschelbronn lag, war ihr Läuten hier nur schwach zu hören. Deshalb unterstützte die Glocke auf dem kleinen Turm des Rathauses dieses Geläut. Die Enge der beiden Räume (Dienstzimmer des Bürgemeisters war gleichzeitig Sitzungssaal des Gemeinderats und Arbeitsstelle der Gemeindeangestellten) und die Hellhörigkeit des Gebäudes waren auch bei Besprechung von persönlichen Angelegenheiten oft unliebsam. Durch das Wachstum der Gemeinde und um die Zusammengehörigkeit der Ortsteile zu unterstützen, zog die Verwaltung in ein neues und größeres Rathaus um, das 1957 an der ehemaligen Grenze der beiden Orte  erbaut wurde. Dies wurde 2000/2001 abgerissen, um den heutigen Gebäuden am Rathausplatz Platz zu machen. Der Abbruch des alten Rathauses erfolgte bereits 1971. Nachdem das Backhaus ebenfalls abgerissen war, baute die Gemeinde in der heutigen Jahnstaße ein neues an die bestehende Feuerwehrgerätehalle an.

Alle früheren Brunnen in den drei Ortsteilen bezogen ihr Wasser aus dem Gestein des Lettenkeupers. Die Bedeutung des Gesteinsuntergrundes nicht nur bezüglich der Wasserversorgung für die Bewohner des Gäus wird beim Kleindenkmal Quellfassung an der Jettinger Straße (nicht im Pfad) in Öschelbronn ausführlich erläutert.

Bild schwarz/weiß: Altes Rathaus in Oberöschelbronn (rot markiert) im Urkataster 1830
Altes Rathaus (rot markiert) im Urkataster 1830, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild: Lageplan von 1862 mit Altem Rathaus in Oberöschelbronn, Backhaus, Wette und Brunnen
Lageplan von 1862 mit Altem Rathaus, Backhaus, Wette und Brunnen, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Luftbild schwarz/weiß: Altes Rathaus mit Backhaus in der Mitte der Jettinger Straße in den 1960er Jahren
Altes Rathaus mit Backhaus in der Mitte der Jettinger Straße in den 1960er Jahren, Bestand: Horst Schäberle
Bild schwarz/weiß: Altes Rathaus von einer Seitenstraße aus
Altes Rathaus von einer Seitenstraße aus, Bestand: Horst Schäberle
Bild schwarz/weiß: Altes Rathaus
Altes Rathaus, Bestand: Horst Schäberle
Bild: Personengruppe auf der Straße zum Austausch von Neuigkeiten vor dem alten Backhaus
Austausch von Neuigkeiten vor dem alten Backhaus, Bestand: Horst Schäberle
Bild: Ausräumen vor dem Abriss des Alten Rathauses 1971
Ausräumen vor dem Abriss 1971, Bestand: Horst Schäberle
Bild schwarz/weiß: Platz an der Jettinger Straße in Öschelbronn 1983 vor dem Bau der Buswendeschleife
Der Platz 1983 vor dem Bau der Buswendeschleife, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild schwarz/weiß: Bau der Wendeschleife an der Jettinger Straße in Öschelbronn 1984
Bau der Buswendeschleife 1984, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild: Brunnen an der früheren Stelle auf der Buswendeschleife an der Jettinger Straße in Öschelbronn
Brunnen an der früheren Stelle auf der Buswendeschleife, Bestand: Karl Mäder

Kunstwerk von Lutz Ackermann

Das Kunstwerk von Lutz Ackermann wurde 2001 anlässlich der Ausstellung Gäufeldener Künstler vor der Aspenhalle aufgestellt. Die drei Metallringe auf Baumstämmen symbolisieren die drei Teilgemeinden. Mit der 1999 eingeweihten Aspenhalle erhielt Öschelbronn als letzter der Gäufeldener Teilorte eine Mehrzweckhalle. Hier sind seither Schul-, Vereinssport, Vereinsfeiern, Aufführungen, Konzerte, Vorträge oder Ausstellungen möglich. Dazu dienen sowohl eine große Halle mit Bühne und Küche als auch zwei kleinere Räume im hinteren Bereich.

Bild: Kunstwerk von Lutz Ackermann "3 Metallring auf Baumstämmen"
Kunstwerk von Lutz Ackermann
Bild: Aspenhalle in Öschelbronn, Aufnahme von 1999
Aspenhalle, Aufnahme von 1999, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild schwarz/weiß: Hartplatz bei der 1963 eingeweihten Grundschule Öschelbronn noch ohne Aspenhalle
Hartplatz bei der 1963 eingeweihten Grundschule noch ohne Aspenhalle, Bestand: Gemeinde Gäufelden
Bild: Hartplatz bei der Grundschule Öschelbronn mit der 1999 eingeweihten Aspenhalle im Hintergrund im Jahr 2019
Hartplatz (und Verkehrsübungsplatz) bei der Grundschule mit der 1999 eingeweihten Aspenhalle im Hintergrund im Jahr 2019, Bestand: Lothar Egeler
Bild: Lageplan der Aspenhalle in Öschelbronn (rot) mit der Stelle des Kunstwerks (blauer Kreis)
Lageplan der Aspenhalle (rot) mit der Stelle des Kunstwerks (blauer Kreis), Bestand: Gemeinde Gäufelden
 

Zifferblatt

In der von Pfarrer Karl Haug 1927 verfassten Öschelbronner Ortschronik steht: „Der Turm unserer Kirche, 25 m hoch, die Mauer unten etwa 1,5 m dick, hat 3 Stockwerke und ein Satteldach, eine Uhrtafel von 1913 und eine alte Sonnenuhr. Die Uhr ist ein solides altes Werk und schlägt nur die ganzen Stunden, das Aufziehen (ohne Übersetzung!) ist besonders mühevoll“. Nach der Renovierung des Kirchturms 1978 hat Manfred Rempp das entfernte, handgeschmiedete Zifferblatt 1979 erworben, restauriert und hier an der Hauswand angebracht.

Bild: Zifferblatt mit Aufschrift 1913
Zifferblatt
Luftbild schwarz/weiß: Der Kirchturm in Öschelbronn mit dem Zifferblatt von 1913 an der Westseite (auf dem Bild linke Seite) des Turms um 1960
Der Kirchturm in Öschelbronn mit dem Zifferblatt von 1913 an der Westseite (auf dem Bild linke Seite) des Turms um 1960, Bestand: Horst Schäberle
Bild: Abtransport des Zifferblatts aus der Kirche Öschelbronn 1979. Personen von links (ohne die nicht erkennbaren Kinder): Reinhold Lehmann, Martin Rempp Senior im Torbogen, Martin Rempp Junior
Abtransport des Zifferblatts aus der Kirche 1979. Personen von links (ohne die nicht erkennbaren Kinder): Reinhold Lehmann, Martin Rempp Senior im Torbogen, Martin Rempp Junior, Bestand: Ingrid Rempp
Bild: Transport des Zifferblatts. Personen von links: Reinhold Lehmann, Martin Rempp Senior, Martin Rempp Junior
Transport des Zifferblatts. Personen von links: Reinhold Lehmann, Martin Rempp Senior, Martin Rempp Junior, Bestand: Ingrid Rempp
Bild: Zifferblatt nach der Restaurierung
Zifferblatt nach der Restaurierung, Bestand: Ingrid Rempp