Gemeinde Gäufelden

Seitenbereiche

JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Aktuelles

Gäufelden auf Rollstuhltauglichkeit getestet

Autor: Andreas Strohbach
Artikel vom 28.10.2016

Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Bondorf-Gäufelden waren, ausgestattet mit Zentimetermaß und Rollstuhl, in den drei Teilorten unterwegs, um öffentliche Gebäude und Geschäft auf ihre Zugänglichkeit mit einem Rollstuhl zu überprüfen.

Kleingruppen in gelben T-Shirts streiften durch die Straßen und nahmen an Rampen und Treppenstufen Maß: Mit der Smartphone-App „Wheelmap-Org“ kann nachgesehen werden, ob bestimmte Orte barrierefrei sind. Um die Karte zu aktualisieren, testeten die Schülerinnen und Schüler im „Sozialprojekt“ des Religionsunterrichts in Klasse 8, unterstützt von Gemeinderäten auf Initiative des Gemeindejugendreferats und ihrer Lehrerinnen Gäufeldens öffentliche Orte. Ein Zentimetermaß ist hilfreich, die Stufenhöhe zu vermessen. Im Rollstuhl probierten die Jugendlichen die Rampen aus. Das Ergebnis? Neben jeder Menge Spaß und informativen Einblicken in die Umständlichkeit vieler Zugänge erlebten die Beteiligten in Gesprächen mit Inhaberinnen und Inhabern von Ladengeschäften die Schwierigkeiten oder pfiffigen Lösungsmöglichkeiten, wie Behinderten die Teilhabe ermöglicht wird. Da zauberte der eine oder andere ruckzuck eine Rampe aus dem Hinterzimmer und schon rollte der Rolli bequem hinein, oder merkte, dass die gut gemeinte Lösung beim Hintereingang erwies sich als unerwartet unpraktisch. Fazit? Altbauten sind oft schwierig umzurüsten, Neubauten aber meist schon gut auf die Belange der Gehandicapten eingestellt! Was man schon wusste: der Bahnhof ist leider für Rollifahrer keine Option, da hilft wahrscheinlich nur das Großraum-Taxi!

Wie geht es weiter? Im Unterricht werden die Schülerinnen und Schüler die Aktion auswerten, die Gemeinderäte können ihre Erfahrungen bei den Entscheidungen des Gremiums im Hinterkopf haben und die Gemeindejugendreferenten denken über eine Fortsetzungsaktion im nächsten Jahr nach!

Ein besonderer Dank gilt den teilnehmenden Gemeinderäten, der Seniorenvertretung (die deren Mitarbeit vermittelt hatte) und vor allem dem Stephansheim, das unkompliziert („barrierefrei“) Rollstühle zur Verfügung gestellt hatte und dem Diakonieverein, der die Begegnungsstätte als Anlaufstelle geöffnet hatte. Das Landratsamt stellte T-Shirts und organisierte EDV-Logistik, denn die Aktion war Teil des kreisweiten Wheelmap-Projekts.